Das erste Törchen ist offen

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Der erste Teil der Geschichte:

Es ist eine wahre Geschichte mit realen Hintergründen. Verschiedene Begebenheiten wurden zusammen gefasst und die Namen der Beteiligten verändert. Zufällige Namensgleichheit ist nicht beabsichtigt.
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Es ist Freitagnachmittag und wir sitzen in einer kleinen Gruppe zusammen, so wie wir es jeden Monat einmal tun. Es ist eine kleine Runde von sehr unterschiedlichen Menschen, die sich zusammengefunden haben, um sich gegenseitig zu unterstützen. Gerade hören wir einen Bericht von Evelyn, die uns enthusiastisch über ihre Erfolge erzählt, welche sie in den letzten anderthalb Jahren erreicht hat.

Während sie so begeistert erzählt schweifen meine Gedanken ein klein wenig ab. Nicht weil ihre Ausführungen uninteressant oder langweilig wären, dafür sind sie viel zu aufwühlend, sondern weil ich mir vergegenwärtige, wie alles mit ihr begann.

Evelyn war eine junge Frau Mitte 30, hatte zwei kleine Kinder und gerade eine Trennung hinter sich. Ihre wirtschaftliche Lage war mehr als bescheiden und ihre Aussicht auf dem normalen Arbeitsmarkt unterzukommen ging Richtung Null. Sie hatte keine abgeschlossene Berufsausbildung und war offiziell abhängig von ihrem früheren Lebenspartner, welcher jedoch keinen Unterhalt zahlen konnte oder wollte. So lebte sie von der sozialen Unterstützung des Staates – einem Betrag, der nur ganz knapp zum Leben reichte. Aus ihrem Blickwinkel heraus war die Aussicht sehr trübe, ihre Lebenssituation und damit die finanziellen Verhältnisse zu ändern. Auch wenn sie einen festen Arbeitsplatz bekommen hätte, wäre immer noch das Problem da gewesen, wie sie dies mit zwei kleinen Kindern hätte organisieren können. Sie war ratlos, wusste nicht wo beginnen und ihr Lebensmut sank seit längerem.

Im ersten Moment, nachdem wir ihre Geschichte hörten, waren wir zunächst ratlos. Wo, wie und mit was beginnen? Könnten Geldspenden hier helfen? Hat jemand von uns einen Job anzubieten? Weiss jemand, an welche offizielle Stellen Evelyn sich wenden könnte? Wie sieht es mit der rechtlichen Seite der Unterhaltsverpflichtung aus? Fragen über Fragen und keine Antworten, die uns weiter brachten.

Als unser Ideenreichtum und damit auch die Stimmung der Gruppe langsam auf Evelyn’s Niveau sank, brachte unser Organisationstalent Gernot einen plausiblen und umsetzbaren Lösungsansatz.

Er erklärte sein Vorgehen in ähnlichen Situationen: „In einem solchen Fall fühle ich mich wie in einem Käfig eingesperrt. Mein Bewegungsraum ist komplett eingeschränkt - und darüber bin ich wütend. Was mir aber auch nicht weiterhilft! Also zeichne ich als Erstes auf einem Stück Papier auf, in welchem Beziehungsgeflecht mein Käfig steht und wie ich dort eingebunden bin. Welche positiven Beziehungen existieren und gibt es auch negative? Kann ich mich von solchen trennen? Wie sollte mein Leben aussehen, wenn ich vollkommen frei und ungebunden bin? Was ist für mich wichtig, wie würde ich das Leben gestalten? Dazu kommen noch viele andere Aspekte“.

„Erst wenn diese Bestandaufnahme und mein „Wunschleben“ vor mir liegen“, so führte er weiter aus, „dann kann ich klar erkennen, wo und wie ich etwas neu entscheiden muss. Ich weiss, was ich zuerst in mich zu investieren habe und das kann mir keiner mehr nehmen. Im Aussen kann mir vieles wegbrechen, jedoch mit meinem inneren Kapital kann ich alles aufbauen, was ich mir vorstelle. Das grösste Kapital dabei ist das Wissen und Vertrauen, dass ich selbst alles neu gestalten kann!“

Gernot meinte, dies könnte der gangbare Weg für Evelyn sein. All das, was sie bisher unternommen hatte, hatte ihre Situation ja offensichtlich nicht verbessert. Ein andauerndes Starren auf den aussichtslosen Zustand, das permanente Kreisen um Standardfragen ohne gute Antworten würde sie nicht wirklich weiter bringen. Sie sollte einige Schritte unternehmen, die sie so noch nie gemacht hätte. Evelyn verstand diesen Gedankengang und erkannte, dass, gleich wie aussichtslos die Situation ist, die Lösung in ihr liegt.

Der Denkstau in der Gruppe war gelöst, Ideen sprudelten nur so heraus! „So eine Arbeit ist wohl besser und effektiver mit Unterstützung zu machen.“ „Was will Evelyn denn überhaupt in ihrem Leben erreichen, was ist denn ihr Weg und ihre Aufgabe?“ „Wenn Evelyn sich frei entscheiden könnte, welchen Beruf würde sie denn gerne auswählen?“„Wie sieht es mit dem Finanzbereich aus? Hat sie da den kompletten Überblick?“

Diese Fragen konnten an diesem Abend nicht mehr geklärt werden. Ausserdem waren wir uns einig, dass ein Schritt nach dem anderen getan werden musste. Der Konsens war, dass der erste Schritt in diesem Fall die Klärung ist, welche Situation sich Evelyn geschaffen hatte und welche Lebensform sie eigentlich erreichen möchte. Sie will gleich damit starten und uns später berichten!

Fortsetzung folgt

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