Folge 2 – des Adventskalenders

Vier Wochen später

Evelyn sieht fröhlicher aus und auch leicht mitgenommen. Die Arbeit anihrer Bestandaufnahme und ihrem „Wunschleben“ hat einiges geklärt. Sie weiss jetzt schon konkreter, was sie in ihrem Leben will. Leider sind auch dabei einige Dinge und Vorstellungen zusammen gebrochen, die sie in ihren 30 Jahren als unverrückbar gesehen hatte, die sie lieb gewonnen oder an die sie sich gewöhnt hatte. Jetzt war vieles in Bewegung gekommen, wodurch auch neue Unsicherheiten auftraten.

Kaefig und kranicheUm es zu verdeutlichen malte sie vor unseren geistigen Augen das Bild eines Vogels im Käfig, der so gerne mit den Zugvögeln auf Weltreise gehen möchte. Nur der Mut, die Fähigkeiten und das Wissen fehlten, um in die Freiheit zu kommen und dort zu leben.

Da waren wir andere schon in einer besseren Situation. Wir hatten ein geregeltes Leben, uns fehlte es (meistens) an nichts, wir wussten, was morgen sein wird. So glaubten wir wenigstens!

Evelyn zeigte uns jedoch, dass wir vielleicht nur in einer anderen Art oder in einem grösseren Käfig lebten. Ganz alleine hat sie diese Erkenntnis nicht gefunden. Dazu benutzte sie einen Leitfaden und holte sich professionelle Unterstützung. Die hatte sie hier gefunden. Durch diese Arbeit an sich selbst konnte sie Vieles klarer sehen und dann auch daran gehen, diese Bereiche neu zu gestalten.

Wie lange dauert so eine Veränderung? Evelyn sah deutlich, dass das Ergebnis von 30 Jahren nicht in vier Wochen zu beseitigen ist, dazu gibt ist es viele unbewusst ablaufende Programme, die so manche neue Entscheidungen sabotieren und ins Leere laufen lassen. Jedoch mit ein wenig Ausdauer und „Bewusstseins-Training“ kann ein Programm nach dem anderen abgeschaltet werden. Irgendwann sind dann die unnötigen Programme von der „Festplatte im Kopf“ gelöscht.

In der folgenden angeregten Diskussion ging es darum, ob ein geregeltes Leben (oder das, was wir als ein solches ansahen) weiter führend ist, oder ob es eher eine Art „Sackgasse“ darstellt? Besteht Leben aus Veränderungen und wenn ja, wie viele Veränderungen dürfen oder müssen sein und wohin führen diese? Können wir dies voraus planen oder ist das Alles nur Schicksal, unter dem wir leiden müssen?

Das Ganze gipfelte in der Frage nach dem Sinn des Lebens. Ich wurde hellwach. Die Diskussion wurde ja richtig interessant und fast philosophisch!

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Fortsetzung folgt
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